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Vorbemerkung: Zur Sicherheit sind alle Namen, wenn welche im Text vorkommen, abgeändert

Dies ist die lange, sehr detailreiche Version meines Rundbriefs. Wer nicht ganz so viel lesen möchte, kann ab Samstag hier vorbeischauen.

Tag 52

13:30 Uhr
Jan und ich kommen vom Sprachunterricht und einem leckeren Essen aus der Stadt zurück, und dann gibt es erst einmal eine Stunde Pause. Zum Essen werde ich noch nichts schreiben. Ein bisschen was muss ich mir ja auch für die nächsten Rundbriefe aufheben.

Wenn man mal länger Pause hat, dann kann man sich hier etwas leckeres gönnen. Hier ein Greentee Smoothie...

14:30 Uhr
Lostfahren, um die Schüler wieder abzuholen

 

16:00 Uhr
Wieder zu Hause ankommen. Ab jetzt heißt es für mich: anwesend sein, ansprechbar sein etc. Allerding haben alle außer unsere 2 Middleschooler, alle Highschooler ein volles Hausaufgabenkonto… Entsprechend sind die meisten hier den ganzen Tag mit Hausaufgaben beschäftigt. Und dann machen fast alle noch Sport. Aber immerhin bin ich da. Nur für den Fall, dass etwas passiert. Ich kann in der Zeit Briefe schreiben, Thai lernen, Andachten vorbereiten, die wir jeden Sonntag haben, oder, wie jetzt gerade, diesen Rundbrief schrieben.

19:30 Uhr

In Thailand ist es auch üblich, Filme nicht zu synchronisieren. Oft werden nur Untertitel angezeigt. Könnte man in Deutschland auch machen, und Filme auf Englisch sehen...

Nach dem Abendessen und den Chores, den Ämtern, die die Schüler hier erledigen müssen, fängt dann schon eher wieder ein interessanter Teil an: Der Abend. Der Abend ist, für alle Sportler unter uns, und das sind einige, dazu da, um die Hausaufgaben fertig zu machen. Da sie nach der Schule direkt mit Fußball, Volleyball, Schwimmen oder was weiß ich zu tun haben und erst zum Abendessen wieder da sind, war noch keine Zeit dafür. Das kann dann jetzt erledigt werden. Der Rest versucht sich zu beschäftigen. Und da komm ich ins Spiel.


Ich fasse es selbst kaum, aber ich durfte sogar ein Spiel hießiger Highschools anschauen dürfen. Das Erste Fußballspiel, das ich live vor Ort gesehen hab.

Wenn die Schüler hier auf Ideen kommen, wie irgendein Kartenspiel, dann kann ich dort mitspielen. Wenn sie draußen irgendwas machen wollen, dann funktioniert das auch. Letzteres ist bis jetzt noch nicht geschehen. Und wenn mal absolute Flaute hier ist, dann kann ich mit Ideen kommen. Ob das funktioniert, hängt aber immer ganz von der Tagesform ab. Am Ende sind es Jugendliche, da ist eine sehr variable Stimmung aber auch normal.

Ich liebe Videospiele. Und mein Laptop ist zu schlecht, diese anzuzeigen. Ich vermisse es jetzt schon sehr.

Tatsächlich wird das hier aber, vor allem jetzt, nach dem die Schule auch so richtig losgegangen ist, kaum möglich oder nötig. Die meisten hier sind sehr selbstständig. Haben viele Freunde außerhalb des Dorms. Sie sind also oft weg, oder eben, und das ist hier wirklich das meiste, was man hier sehen kann, sie sind am Hausaufgaben machen. Außer unsere beiden Middleschooler, und die beschäftigen sich auch fast immer selbst.

Worship Night an der GIS: ein genialer Abend.

UND: Einer der schönsten Notenständer, die ich je gesehen hab. Coole Idee

Ich hab hier im Übrigen schon einige coole Spiele aus der Heimat wiederentdeckt: „BANG!“ in der aller ersten Version, „Munchkin“ ebenfalls in einer der ersten Versionen, „Wer bin ich“, „Dog“ wobei das Spiel hier anders heißt... ich kanns immer noch nicht richtig aussprechen. Und ein Spiel, dass ich selbst mitgebracht hab: „One Night – Ultimate Werewolf“. Und es kommt ganz gut an… zumindest bei einem, Chase.

Coup

Dieses Spiel macht einfach unglaublich Spaß.

Chase ist jemand, der tickt so ähnlich wie ich. Ich versteh mich richtig gut mit ihm. Das schöne ist: Er liebt Videospiele und Gesellschaftsspiele genauso wie ich. Und zusammen haben wir es schon, hier und da, geschafft, ein paar kleinere Spieleabende zu starten. Er selbst hat auch ein Spiel mitgebracht: „Coup“. Dieses Spiel ist genial. Es ist einfach zu verstehen, einfach zu spielen und trotzdem strategisch vielseitig. Und es dauert vielleicht 15 Minuten. Ein geniales Spiel. Sucht einfach mal danach im Internet. Es lohnt sich.

Wenn ich es hinbekomme, schlafe ich hier mehr als 7 Stunden und zusätzlich, meistens lässt der Plan es zu, nochmal eine Stunde am Mittag. (Nur als Vergleich: In Deutschland kam ich laut meinem Armband im Schnitt auf 6,5 Stunden)

22:00 Uhr (zumindest sollte das so sein)

Lock down. Die Schüler gehen auf ihre Zimmer, das Internet schaltet sich automatisch ab, die Türen werden alle wieder zugemacht, alle Fans werden ausgeschaltet und ich selbst gehe auch in mein Zimmer. Da ich dienstags nicht dafür zuständig bin, geh ich selbst sehr schnell nach oben. Und versuche noch eine Stunde lang, soweit es geht, Zeit für mich selbst zu nutzen. Aber dann geht es auch schlafen. Es ist erstaunlich, wie viel Schlaf man hier braucht. Zumindest ich.

 

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