Log in
choose language

** The English version of this site is still under construction and might not work. If it doesn't, switch back to German and let us know about problems.

Vorbemerkung: Zur Sicherheit sind alle Namen, wenn welche im Text vorkommen, abgeändert

Da ich wirklich viel zu erzählen hab, ist das hier die kurze Version. Wer an Details interessiert ist, kann hier vorbeischauen.

 Tag 48-53

Hallo ihr Lieben,


Thailand auf der Weltkarte

es hat viel zu lange gedauert. Doch endlich kommt auch mal ein Rundbrief von mir aus Thailand. Es gibt viel zu erzählen, doch zuerst eine kleine Gebetserhörung:
Einer der Seniors, die Schüler der 12.Klasse, in diesem Dorm, Taehyung, hat Eltern, die bis vor kurzem in einem gewissen Land gearbeitet haben. Die Regierung hat es aber geschafft, sie als Missionare zu enttarnen, und die Familie musste innerhalb von 10 Tagen das Land verlassen. Das war für die gesamte Familie natürlich ein Schock. Wir sind aber froh, dass sie 10 Tage Zeit hatten, um ihre Sachen zu packen; es hätten auch wenige Stunden sein können. Taehyungs jüngerer Bruder, Jongdae, musste dadurch aber auch seine Schule verlassen. Und es stand offen, wo er so schnell unterkommen konnte. Wir haben bei uns an der Schule einen dringenden Sonderantrag gestellt, um ihn dort, an der GIS, unterzubringen. Und tatsächlich hat die Schulleitung beschlossen, ihn vorübergehend aufzunehmen. Wir sind einfach nur dankbar deswegen. Und für Jongdae ist das eine geniale Chance in mehrerlei Hinsicht. Inzwischen hat er sich auch ein bisschen eingelebt und konnte sich ein klein wenig an das Dorm-Leben gewöhnen. Am Ende ist das einfach eine unglaubliche Gebetserhörung.


Mein Zuhause: Das Dorm Mountain View

Ich bin hier im Königreich Thailand. Genauer in dem im Norden liegenden Chiang Mai, die zweitgrößte Stadt Thailands. Zuhause bin ich hier im Schülerwohnheim „Mountain View“.


Ein Teil von Chiang Mai aus dem fünften Stock des Kad Suan Kaew, einer der größeren Malls hier

Viele haben mich immer wieder gefragt, wie heiß es in Thailand ist. Die Antwort: Es ist heiß, aber nicht so heiß, wie man denkt. Und es ist auch nicht das gesamte Jahr gleich. Auch hier gibt es verschiedene Jahreszeiten.
Ich bin jetzt ja schon fast 2 Monate in Chiang Mai. Die ersten Wochen davon waren kein Alltag, sondern eher ein Kennenlernen von Allem! Aber inzwischen gibt es eine Routine. Im Grunde mach ich hier jeden Tag das Gleiche. Doch was genau mach ich hier jetzt?


So sieht ein ganz normaler Parkplatz einer Shopping Mall aus.

Viele meiner Aufgaben sind die Woche über ziemlich gleich. Eine meiner Hauptaufgaben ist hier die Schüler des Dorms zur Schule zu bringen, und sie dann auch wieder abzuholen. Da die Schule relativ weit weg ist, kommen dadurch einige Kilometer pro Woche auf mein Konto. Die Tatsache, dass hier Linksverkehr herrscht, hat das anpassen an den thailändischen Verkehr mit zu vielen Motorrädern deutlich erschwert, aber inzwischen geht es. Die Fahrten sind aber nicht alles. Dann hätte ich nicht hierherkommen müssen. Es ist schließlich ein Schülerheim.

Coup

Dieses Spiel macht einfach unglaublich Spaß.

Es gibt eine Morgen- und Abend-Routine. Morgens zählt dann zu meinen Aufgaben, das Frühstück zu richten, die ersten Maschinen Wäsche anzumachen, alle Türen aufmachen und Ventilatoren anzuschalten. Abends das Hochschicken der Schüler und Abschließen aller am Morgen geöffneten Türen. Und noch einiges mehr. Am Tag über, wenn die Schüler dann nicht in der Schule sind, heißt es für mich hauptsächlich: Da sein. Die meisten Teens hier sind ziemlich selbstständig und viel privat unterwegs. Dadurch bin ich hier oft nur anwesend, für den Fall, dass etwas passiert. Das ist natürlich nicht immer so, aber meistens. Zumindest kommt es, hier und da, zu ein paar kleinen Spiele- oder Film-Abenden. Zumindest, wenn die Hausaufgaben es zulassen.


Meine Schule, die Cornerstone Language School. Klein, aber die Leute dort sind wirklich super freundlich und motiviert.

Allerdings bin ich, offiziell, als Student hier in Thailand. Ich lerne hier die thailändische Sprache. Ich bin also zwei Mal in der Woche auf der Sprachschule. Und das ist wirklich anstrengend. Ich könnte mich, glaube ich, gar nicht genug über die Sprache hier aufregen. Und auch wenn ich es so langsam hinbekomme, dreht sich mein Kopf doch nur jedes Mal. Wer dachte, und das dachte ich, Französisch sei eine schwere Sprache, der hat sich geirrt.

Das sind alles Bezeichnungen für verschiedene Familienmitglieder. Und glaubt ja nicht, ihr könntet die jüngere Schwester eurer Mutter (zu deutsch: Tante) und die ältere Schwester eures Vaters (zu deustch: auch Tante) gleich nennen...

Ich musste hier 15 Vokale lernen, zig Konsonanten, von denen die Hälfte gleich klingt. Und dann macht es auch noch einen Unterschied, wie man ein Wort ausspricht. Oder wolltet ihr eure „Mutter mit einem gärenden Hund auf einem Pferd kommen“ sehen?
Eine Sache, die ich hier aber umso schöner finde, ist die Höflichkeit und die Stresslosigkeit der Thais. Im Verkehr kann zwar viel los sein, aber alle sind, und bleiben super freundlich. Gehupt wird hier nicht, und Stress macht hier erst recht keiner. Aber nicht nur im Verkehr. Auch im restlichen Leben ist hier alles eine Schippe ruhiger. Und freundlicher. Das ist eine Sache, an der wir uns als Deutsche auf jeden Fall ein paar Scheiben abschneiden könnten.

Wenn man mal länger Pause hat, dann kann man sich hier etwas leckeres gönnen. Hier ein Greentee Smoothie...

Wenn ich nicht gerade hier im Dorm beschäftigt bin, oder Thai lerne, dann hab ich wohl meinen freien Tag. An solchen Tagen versuchen Jan, mein Kollege aus dem deutschen Dorm, ein bisschen die Stadt und die Gegend kennen zu lernen. Glücklicher Weise versteh ich mich sehr gut mit ihm. Das macht hier alles viel einfacher. Was da so passiert, erzähl ich euch aber in einem anderen Rundbrief. Ich brauch schließlich noch Material für 3 weitere Briefe…

Da ich am Schluss angekommen bin, möchte ich mich noch bei euch bedanken. Es ist immer wieder schön, von euch zu hören. Ich vermisse Deutschland inzwischen doch sehr (Der Kulturschock kam inzwischen doch noch). Aber ich freue mich sehr darüber, Gott hier dienen zu können. Außerdem vielen vielen Dank für all eure Unterstützung im Finanziellen und auch im Gebet. Ihr glaubt nicht, wie viel hier an beidem hängt. Wir hatten dafür auch schon so viel Grund zum Danken. Sei es eine knappe Geschichte im Straßenverkehr (das erzähl ich euch erst, wenn ich wieder in Deutschland bin…), die Geschichte mit Jongdae, die Visa-Probleme, die sich bis jetzt sehr unkompliziert gestalten. Man merkt hier unglaublich praktisch, im Großen und Kleinen, wie sehr Gott hier wirkt. Es braucht nur Menschen, die sich gebrauchen lassen. Und ihr, als meine Gemeinde, meine Familie und Freunde, seid auch hier gebraucht: Im Gebet.

 


Der Liefesbrief Gottes in Thai - Hier die deutsche Version

Dank:

- Gutes Ankommen von mir und den Schülern
in Chiang Mai und an der Schule

- Freundschaft zu Jan

- Sehr gute Zusammenarbeit mit den Dormparents
Alex und Rebecca

- Gutes Zurechtkommen mit der englischen Sprache

 

Bitte:

- Der Visa-Run nach Laos

- Geduld mit den Kids der Dormparents

- Durchhaltevermögen für das Lernen der Thai-Sprache

- Finanzieller Chaos

 

Nähere Infos zu den Gebetsanliegen könnt ihr hier finden.

Das wars von mir. Wenn ihr jetzt doch noch mehr lesen wollt, dann schaut in der detailierten Version vorbei. Es lohnt sich. In diesem Sinne wünsche ich euch Gottes Segen für die nächste Woche und die nächste Zeit.

PAscal aus Chiang Mai, Thailand.