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Festung

10. Feb 2024

Es ist der Berg inmitten eines Gebirges. Er ist kaum zu sehen, wenn man seinen Blick nicht genau auf ihn bewegt. Doch da ist er: mein Berg. Und auf ihm kann man sie sehen. Alt und verkommen. Sie steht da und erfüllt ihren Zweck.

Ihre Mauern stehen still und verwittern im Gesichte ihres Daseins. Die Türme werfen Schatten voll Dunkelheit in den Wald, der so still geworden ist. Niemand vermag es, hinein zu kommen. Die Tore verbarrikadiert. Hier wohne ich. Es ist mein Zuhause. Dies ist meine Festung.

Ich laufe den Flur entlang. Es ist still. Ich bin allein. Der Boden ist leer und die Wände sind kalt. Ich laufe weiter und weiter, doch der Gang scheint nicht zu enden. Einst zierten Türen aus prunkvoll verziertem Holz die Wege. Heute ist es nur noch toter Stein. Also gehe ich weiter, allein, ohne Ziel.

Die große Halle. Mit Anmut zeugt sie von vergangenen Tagen. Die Bilder, so schwungvoll und bunt in Farben des Glücks, sie zeigen weit geöffnete Tore zu Festen der Feste. Sport, Spiel, Singen, Tanzen. Unmöglich war ein Wort der Unmöglichkeit. Voll Lachen sind alle Gesichter, voll Freude ist die Atmosphäre.

Dann erblicke ich die Gegenwart. Die Tage des Prunks sind schon lange vorüber. Heute ist nur noch der Staub zu Gast. Die Tische sind marode, die Vorhänge verschlossen. Niemand vermag es, hinein zu kommen. Der Boden ist leer, die Wände sind kalt. Also gehe ich weiter, allein, ohne Ziel.

Die Sonne geht unter. Ich stehe am Fuße des großen Turms. Die Stufen erheben sich vor mir und lachen mich aus. Ich sehe sie jeden Tag. Die Stufen sind steil, fast unmöglich zu erklimmen. Doch ich steige hinauf. Sie sind Teil von mir. Es ist ein weiter Aufstieg, bei dem der Gedanke des Umdrehens mein ständiger Begleiter ist. Doch ich komme oben an.

Ich entzünde das Leuchtfeuer und warte. Ich warte, doch niemand sieht mich. Und von dort sehe ich sie. Gar in der Dunkelheit sind sie kaum zu sehen. Ihre Lichter sind schwach, doch ihr Ruf ist laut. Sie flehen und schreien doch man kann sie nicht hören. Am Ende des Tages und am Ende der Nacht sind sie wie ich: Allein, ohne Ziel, in ihrer Festung.

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