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Vorbemerkung: Zur Sicherheit sind alle Namen (mit Ausnahme des Philippinen-Teils), wenn welche im Text vorkommen, abgeändert.

 Tag 162


Unser Bungalow in Batangas. Direkt am Meer. Wir. Die Docks von Mabini. Leider ohne Schiffe wegen Taifunwarnung.

Ich hatte das Vergnügen eine Woche auf den Philippinen verbringen zu dürfen. Ursprünglich war auch der Plan, mich mit meiner Organisation dort vor Ort zu treffen. Leider hat das am Ende nicht ganz funktioniert. So wurde die Reise zu einem sehr interessanten Kurzurlaub. Und die Zeit durfte ich zusammen mit Sarah (lest gerne ihren Rundbrief, wenn ihr wissen möchtet, was sie so macht) und Freunden von ihr verbringen, darunter auch eine Filipina. Die Filipino-Kultur ist eine nochmals komplett andere als die Thai-Kultur, die ich kennen gelernt habe; vor allem, weil ich wirklich in einer Touristengegend lebe. Und ich durfte das am eigenen Leib erleben. Oder vielleicht auch "musste"; denn vor allem in den ersten Tagen hatte ich doch eine wirklich harte Zeit.

Während meiner Zeit in Thailand habe ich schon eine wichtige Sache gemerkt: Dinge wie Organisation, Punktlichkeit, Zeitmanagement sind nicht meine Stärke. Das wusste ich zwar schon vorher, nur ist das hier richtig klar geworden. Auf der anderen Seite habe ich dennoch meine Plane im Kopf. Und dann kann ich es nicht ausstehen, wenn dieser Plan nicht aufgeht. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind kann das meine Stimmung sehr nach unten ziehen. Und mit dieser Einstellung auf den Philippinen: Keine gute Idee.
Wir wollten über Weihnachten zwei Nächte auf eine kleine südlich von Batangas reisen. Wir hätten dort auch ein Ferienhaus gehabt. Doch es hat nicht sollen sein. Gefühlt fast nichts von dem Plan, den wir hatten, hat funktioniert. Und so standen wir am Ende da, und wussten erst nicht, was wir machen sollten. Es hat ein bisschen gedauert, aber wie Filipino so sind, hat Jenny, die Filipina, die ich bereits erwähnt hab, schon Beziehungen aufgebaut und plötzlich hatten wir ein kleines Bungalow am Strand und wurden eingeladen zum Weihnachtsessen mit Wildfremden. Meine Stimmung war nur dennoch im Keller. Es hat mich fast 24 Stunden gekostet mich an diesem Gedanken zu gewöhnen. Es ist einfach alles etwas spontaner. Doch irgendwann gewöhnt man sich auch daran. Und am Ende war unsere Zeit am Stand richtig cool. Und wer kann schon behaupten, Weihnachten am Strand verbracht zu haben?

Die restlichen Tage hab ich in Dasmariñas verbracht. Insgesammt war es eine richtig geniale Zeit. Ich durfte einiges erleben; vor allem kulturmaßig. Und ich durfte sehr viel über mich selbst erfahren. Die Wichtigste: ich bin nicht für Mission geschaffen. Ich dar zwar selbst erleben, wie wichtig und genial Mission sein kann und ist. Doch ich wäre dort fehl am Platz. Ich bin sehr glücklich über die Stelle, an der ich sein darf. Aber ich bin eben auch nicht direkt in erster Front. Hier in Chiang Mai bin ich im Hintergrund, im Support, und helfe dadurch Missionaren, die genau das machen, was ich nicht könnte. Und darüber bin ich wirklich glücklich; glücklich darüber, das Gott mich hierhin gebracht hat.


Eine kleines Bild vom Stand. (Mit mir, auch wenn man es nur schwer erkennen kann) Ein Blick aus dem Flugzeug über Guangzhou. Der Blick aus Dasmariñas in Richtung Manila.

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Schluss & Gebetsanliegen