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Tag 48

dieser Kauderwelsch, der da jetzt am Anfang des Textes steht, ist ein echter Satz. Und man kann ihn lesen. Die Lautschrift dazu, wie ich sie in der Schule lerne, wäre so etwa: „sà wàt dii khráp phʉ̂an kɔ̌ng phǒm“. Was es bedeutet? … dazu komm ich später in einem anderen Teil. Und wehe, jemand sucht danach im Internet. Ein bisschen Geduld kann man ja beweisen...! ;)

Es kann immer mal wieder vorkommen, dass ich, neben den Bildern, noch ein paar Funfacts oder unnützes Wissen hier reinbringe. Das sieht dann so aus ;)

Ich möchte mir jetzt endlich einmal die Zeit nehmen und euch von meinem Alltag in Thailand berichten. Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, dass ich nach Chiang Mai geflogen bin. Doch die ersten Wochen hatten nicht viel mit Alltag zu tun. Die GIS (Grace international School), auf die die Schüler in unserem Dorm gehen, hatte wegen der Regenzeit den Schulstart um fast 3 Wochen verschieben müssen. Mit anderen Worten: Die Schüler sind auch erst 3 Wochen später angereist. Am Ende war ich hier also 4 Wochen mit dem Dormeltern und ihren Kindern alleine in einem fast leerstehenden Haus. Das war an sich auch ganz schön für den Anfang. Nur mit der Zeit war das doch sehr schlauchend. Ich konnte zwar die Eltern hier kennen lernen, und mich in der Struktur hier zurechtfinden, aber ich bin wirklich froh, dass die Teens endlich da sind. Es ist Leben in der Bude und man fühlt sich nicht ganz so nutzlos.


Ein doppelter Regenbogen, den wir nach einem heftigen Regenschauer sehen durften.

Zuerst aber eine kleine Gebetserhörung: Die von euch, die in meiner WhatsApp- oder Telegram-Gruppe sind, wissen vielleicht schon, wovon ich rede. Einer der Seniors, die Schüler der 12.Klasse, in diesem Dorm, Taehyung, hat Eltern, die bis vor kurzem in einem gewissen Land gearbeitet haben. Die Regierung hat es aber geschafft, sie als Missionare zu enttarnen, und die Familie musste innerhalb von 10 Tagen das Land verlassen. Das war für die gesamte Familie natürlich ein Schock. Wir sind aber froh, dass sie 10 Tage Zeit hatten, um ihre Sachen zu packen; es hätten auch wenige Stunden sein können. Taehyungs jüngerer Bruder, Jongdae, musste dadurch aber auch seine Schule verlassen. Und es stand offen, wo er so schnell unterkommen konnte.

Einer unserer Pastoren hat ja mal behauptet: "Orangen sind nicht orange" Sie sind zwar auch nicht rot, aber hier ist der Beweis; Orangen sind grün. (auch wenn es Mandarinen sind)

Wir haben bei uns an der Schule einen dringenden Sonderantrag gestellt, um ihn dort, an der GIS, unterzubringen. Man muss wissen, dass er schon 2 Mal versucht hat, an der Schule genommen zu werden, aber jedes Mal nicht genommen wurde wegen seines nicht so guten Englischs. Also mussten wir viel beten, dass das funktioniert. Und tatsächlich hat die Schulleitung beschlossen, ihn vorübergehend aufzunehmen. Wir sind einfach nur dankbar deswegen. Und für Jongdae ist das eine geniale Chance in mehrerlei Hinsicht. Das mit dem Visum hat für ihn auch den Umständen entsprechend schnell geklappt, sodass er noch in der ersten Schulwoche in das Land einreisen konnte. Er wurde sofort als neues Mitglied in der Gruppe akzeptiert und aufgenommen. Inzwischen hat er sich auch ein bisschen eingelebt und konnte sich ein klein wenig an das Dorm-Leben gewöhnen. Am Ende ist das einfach eine unglaubliche Gebetserhörung.

Und hier schon der erste Fakt: Zur Begrüßung gehört hier die Verbeugung zwingend dazu. Ohne diese ist die Begrüßung unvollständig und unhöflich.

Ich bin jetzt ja schon fast 2 Monate in Chiang Mai. Die ersten Wochen davon waren kein Alltag, sondern eher ein Kennenlernen von ALLEM! Aber inzwischen gibt es eine Routine. Im Grunde mach ich hier jeden Tag das gleiche. Doch was genau mach ich hier jetzt? In das, was ich hier in Thailand den ganzen Tag so mache, möchte ich euch in den nächsten 5 Tagen mit hineinnehmen. Jeden Tag kommt ein Teil; am Beispiel von einem Dienstag. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. ;)

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Offensichtliches zuerst